Archiv für die Kategorie ‘Menschen unter sich’
Telefon für mich?
Immer, wenn das Telefon nicht klingelt, weiß ich, es ist für mich.
Elias Canetti
Und wenn es dann klingelt, fühle auch ich mich eigentlich immer gestört. Es ist wie das Antippen der Schulter von hinten, nur dass man genug Zeit hat, sich nicht reflexartig umzudrehen – sondern im Schritt gebremst zu werden und sich nur zögern umdrehen zu wollen. Und da das nicht beobachtet werden kann, ist es um so reizvoller…
Wortschöpfung für den nächsten Schwanzvergleich unter Bloggern
Selbst wenn wir nur über eine Art fleischfarbenes Rückholfädchen verfügen -…
Malte Welding
Bezeichnung Malte’s im Spreeblick für unser bestes Stück
Integration über die Sprache
Jene, die gut Deutsch können, haben meist auch die Manieren von hier übernommen.
Ayse Güler, Inhaberin eines Billardcenters, 2006
Volkes Stimme
Einhellig die Kommentare zur Finanzkrise in den Zeitungen:
Das ist alles so unanständig!
Titel über einem Leserbrief, Die Zeit Nr. 43/2008
Der Schriftsteller und sein Leser
Der Stil eines Schriftstellers hängt entscheidend zusammen mit dem Leser, den er sich erfindet. Tolstoi zum Beispiel, behandelt mich als Partner. Andere behandeln mich als Publikum [...] Das ergibt keine Kommunikation, nur Lektüre.
Max Frisch
Macht das einen Unterschied im Empfinden, als Schreibender einsam zu sein? Wahrscheinlich nicht. Applaus des Publikums allerdings mag eher die Gefahr bergen, das zu vergessen.
Tyrannen-Psychologie
Psychisch sind Tyrannen meist zurechnungsfähig und agieren innerhalb ihres Weltbildes durchaus rational. Aber sie leiden an massivem Realitätsverlust. Solange es dem Tyrannen nutzt, ist alles erlaubt.
Jerrold M. Post
Nur dumm, dass die Macht der grössten Tyrannen tatsächlich existiert – und damit den Wahnsinn zur Realität macht. Auf Stalins Konto sollen 26 Mio Menschenleben gehen. Nur so z.B.
Hier scheint ein Übersetzungsproblem vorzuliegen. Entweder ist Herrn Posts Wortwahl wohl etwas unglücklich, oder die Übersetzung?
Erfolgreiches Unternehmertum
Es gibt kein erfolgreiches Unternehmertum in gescheiterten Gesellschaften.
Stephan Schmidheiny
Das könnte man quais als Makroweisheit des Unternehmers bezeichnen. Die Mikroweisheit wäre dann vielleicht dies:
In Tat und Wahrheit ist Vertrauen ein Zwang in der Wirtschaft. Wenn eine Gruppe kein Ambiente des Vertrauens schaffen kann, funktioniert sie nicht effizient.
Carly Fiorina
Immer siegreich, irgendwie
«Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Es war eines meiner grossen Ziele in diesem Jahr. Mit dem Viertelfinal bin ich natürlich nicht zufrieden, aber ich kann nur sagen, wie gut er gespielt hat. So gut hat er gegen mich noch nie gespielt. Ich kann mich aber auch für ihn freuen, er ist ein guter Typ. Ich hoffe, dass er das Turnier gewinnen kann.»
Roger Federer, nach seiner Niederlage an Olympia im Viertelfinal gegen den Amerikaner Blake.
Rapportiert vom Tagi
Noch Fragen zum Thema Sportsgeist?
Kriegsopfer
Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.
Radio DRS 1, Echo der Zeit, 14. August 2008
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